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nous vivons caché,
essuyons toutes nos traces
avant les autres et avant nous-mêmes,
afin qu'aucun homme ne voit jamais
qui nous sommes en réalité

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. Akt






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la démence

Kampfstimmung - festgehalten

Mail an Herrn J.

(...)
Außerdem hat auch der Traum, den ich in der Klinik hatte, mcih dazu angeregt. Es hat mich damals - und heute immernoch - sehr irritiert, wie wortwörtlich ihn Frau S. und auch Frau M. genommen hatten. Es hat mich irritiert, dass ich gefragt wurde, ob sowas immernoch stattfindet und ob es vielleicht etwas mit Satanismus zu tun hätte (was ich entschieden verneine). Ich hatte das Gefühl, dass meine Versicherung, dass sowas gewiss nicht aktuell ist, nicht wirklich angekommen ist. Ich hatte das Gefühl, dass nun fest stand, dass ich mal von wasweißichwem zu sex. Handlungen manipuliert wurde, dass mir ganz genau so etwas geschehen ist. Aber - und daran hänge ich mich auf: wenn so etwas geschehen wäre, müssten meine Symptome rein theoretisch weitaus schlimmer sein. Und das sind sie nicht.
Der Traum könnte alles Mögliche bedeuten! Es war nur ein Traum. Eigentlich liest man überall, dass man bei der Deutung von Träumen vorsichtig sein muss, da es schließlich vom Unterbewusstsein verarbeitetes Material ist. Vielleicht ist das einzig Wahre an dem Traum, dass ich mich in der Vergangenheit manipuliert fühlte, z.B. von meiner Ma.
(...)
Ich werde vielleicht bald eine Analytische Therapie anfangen, um endlich erörtern zu können, wieso ich so bin, wie ich bin. Denn bevor ich das nicht verstehe, kann ich mit dem Thema einfach nicht abschließen. Ich möchte es verstehen und danach zu den Akten legen können.
12.1.07 15:21


ja - nein

Ja was denn nun?

Ich bin immernoch auf der Suche. Argumente werden gesammelt und gewertet, Erklärungsmöglichkeiten angehäuft. War nun etwas - oder nicht? Ich habe keine eindeutigen Beweise, nur mögliche Anzeichen, die sich aber auch z.T. anders erklären lassen. Großes Gegenargument: wenn etwas gewesen sein sollte, so müsste es mir viel schwieriger Fallen, die Nähe zu S. zu "ertragen". Jedoch genieße ich es mittlerweile immer öfter. Wäre das möglich, wenn ich missbraucht worden wäre? Oder ist das einfach die Ernte der harten Arbeit in der Therapie?

Jedoch gibt es zahlreiche Argumente, die ich nicht einfach widerlegen kann. Wieso z.B. hatte ich gestern Nachmittag einen kleinen Zusammenbruch, als cih mitten in der Vorlesung realisierte, wie grausam es eigentlich ist, wenn man jemanden vergewaltigt? Es wäre logisch, wenn die heftigen Dissos und Wahrnehmungsstörungen (mein Bett bewegte sich unter mir, die Schränke wackelten, alles komisch), die cih am Abend hatte, davon kamen. Außerdem hatte ich in dieser Nacht einen Alptraum nach dem anderen.


Ich hasse diese Unsicherheit schlichtweg. Ich neige dazu, in der nächsten Woche ein paar Psychologen anzurufen um diese Frage mit profesioneller Hilfe zu erörtern. Alleine werde ich wohl kaum weiterkommen. Dennoch ärgert es mich und kratzt in mir.
12.1.07 14:45


Ich stehe nackt und hilflos vor dem Morgen...

Es geht mir nicht gut.
Ich habe das Bedürfnis, mich wieder zu verletzen. Ich habe das Bedürfnis, wieder Schmerztabletten mit Alk runterzuspühlen. Ich habe das Bedürfnis zu schreien, zu weinen, zu flüstern, zu singen, zu kreischen. Ich habe das Bedürnis, mein Chaos auf die Welt zu malen, ihm ungeschminkt eine Stimme zu verleihen.

Und ich verletze mich wieder
Und ich trinke wieder
Und ich schreie den Schmerz hinaus
Und male das Chaos auf's lachende Leben

Ich möchte durchdrehen, einfach durchdrehen, die Kontrolle fallen lassen und mich krümmen.




Ich war beim Vater. Immerhin ist Weihnachten. Er umarmte mich, küsste mich.
Ich wäre am liebsten gestorben.
Lasst mich durchdrehen.


nie wieder, nie wieder, nie wieder...
26.12.06 17:31


Nur einen Tag noch gib mir Kraft...

...und ich reiß alle Mauern um mich ein.



Irgendwie komme ich mir dämlich vor. Wie viel Lüge und Illusion versteckt sich noch in meinem Leben? Ich schäme mich dafür. Wieso blieb man so blind?
Ich weiß es nicht.



Ich hatte vor ein paar Tagen ein sehr schönes, wenn auch tränenreiches Telefonat mit S. Er drang bis in mein Innerstes vor, ließ sich nicht von meinen Angriffen einschüchtern. Ich wurde so wütend, ich schrie ihn an, ich keifte, ich beleidigte. Und er blieb ruhig, bis er fragte, wann ich das letzte Mal wirklich glücklich gewesen sei, und ich flüsterte: "Als ich bei dir war."
Was dann vor sich ging, verstehe ich immer noch nicht, ich weiß nur, es war der alte Schmerz, das Gefühl, das seit Jahren in mir tobt. Ich brach zusammen, alle Mauern brachen ein, ich fühlte mich schutzlos, weinte nur noch. Die Gefühle, die sich befreiten, waren überwältigend. Es tat so weh... Trotzdem war es gut. Ich verstand den Schmerz endlich ein wenig, es war die Verzweiflung unter der kalten Maske, es war das Gefühl von Hilflosigkeit und von Ausgeliefertsein. Das war alles, was mich übermannte, als S. mir so nahe kam.
Sollte ich also nochmal eine ambulante Thera machen, weiß ich, wo ich ansetzen muss. Denn das ist jener Schmerz, den ich spüre, seit ich denken kann.
26.12.06 13:10


Goldmarie ward Pechmarie...

...und Pechmarie ist tot.




Heute ist offensichtlich mein Glückstag. Die Geburtstagsfeier von S. raubte die letzten Reserven. Immer wieder den Drang unterdrückt, einfach aufzusehen und zu gehen. Und als man endlich gehen konnte, gerät man in der S-Bahn an eine Schlägerei. Mehrere Männer, die aufeinander einprügeln. Aufspringen, flüchten, nur raus aus der Bahn. Zum Glück war es die richtige Haltestelle, doch zu meinem Unglück verließen auch ein paar Männer in ihrer Rangelei die Bahn. Panik. Loslaufen, schneller werden, nur nicht umdrehen. "Verdammt, sie verfolgen dich, sie rennen dir hinterher. Schneller!" Ich fühlte mich in einen jener Albträume hineinversetzt, die nachts immer wiederkehren. Kalte Angst, die am Rücken hinabrinnt und alles gefrieren lässt. Trotzdem noch schneller weiterlaufen, das Pfefferspray fest umklammert, sich umsehen, um mit Erleichterung festzustellen, dass die Männer bei der Bahn geblieben sind. Man hört noch ein "Ruft die Bullen!", dann ist man schon um die Ecke und außer Sichtweise. Die Panik aber verflog erst nach dem Schließen der Haustüre hinter mir. Einmal tief durchatmen - und zur Ruhe kommen.

So ganz ist die Angst aber noch nicht verschwunden. In meinem Kopf tummeln sich Satzfetzen, die ich kläglich zu verscheuchen suche. Ich fühle mich ganz genau so wie in einem meiner Albträume. Am liebsten mag ich mich nur noch verstecken und hoffen und beten, dass mich niemand findet. Aber wer soll mich hier schon finden?
Wach endlich auf, Porzellangesicht.
23.12.06 02:06


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