Photobucket - Video and Image Hosting
____________________________________

  Startseite
    tous les jours
    le monsieur
    la démence
  Archiv

 

____________________________________

nous vivons caché,
essuyons toutes nos traces
avant les autres et avant nous-mêmes,
afin qu'aucun homme ne voit jamais
qui nous sommes en réalité

____________________________________

. Akt






http://myblog.de/mots.silencieux

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
der alltägliche Wahnsinn

Ich kann nicht sagen, woran es liegt, dass ich mich in diesen Tagen so kraftlos und niedergeschlagen fühle. Eine Kleinigkeit bringt mich zum Ausrasten, eine andere zum Heulkrampf. Und zwischendrin immer mal wieder unglaubliche Stimmungshochs. Liegt es am Tee, den ich hier so gerne trinke, oder an den vielen Informationen, die in den Seminaren und Vorlesungen auf mich einrieseln, oder liegt es einfach daran, dass hier immernoch ein einziger Stress wegen des anstehenden Umzuges ist? Ich weiß es nicht. Abwarten und weiterhin Tee trinken, nebenbei noch mehr ins Studium stürzen (endlich wird mein armes Hirn mal wieder gefordert). Morgen kommen S. und J. zum Streichen, übermorgen kommt die Mutter mit dem Bruder um Möbel zu kaufen. Nein, ich bin nicht motiviert, kein Stück, möchte schon jetzt meine 4 Wände vollständig eingerichtet haben und mich verkriechen - am besten bis wieder die Sonne scheint und diese wiederliche Bah-Kälte nachgelassen hat (unglaublich, wie sehr man nachts frieren kann. Bin ich etwa eine Kaltblüterin und habe es nur noch nicht gemerkt?).

Obendrein vermisse ich meinen Liebling viel zu sehr. Erst morgen in 2 Wochen werde ich ihn wiedersehen, erst in 2 langen, viel zu langen Wochen. Wie soll man es so lange ohne ihn aushalten? Gar nicht? Ich will ihn jetzt bei mir haben, nicht erst in 15 Tagen (merke: außerdem ausgeprägtes Schmoll-Verhalten). Seine Stimme am Abend ist einfach nicht genug...


Ja, weckt mich, wenn dieses widerliche Schmuddelwetter endlich weg ist und die Sonne wieder scheint. Ich mach einfach nen Winterschlaf.
2.11.06 10:53


neue welten muss man sich erobern

Mit beiden Beinen in W. angekommen. Das Zimmer ist gestrichen und eingerichtet, wunderschön und gemütlich. S. und J. haben geholfen, das neue Traumpaar. Ich konnte das ganze Wochenende nur lächeln wenn ich sie ansah, auch wenn ich einem Nervenzusammenbruch wegen des ganzen Stresses nahe war. Aber nun ist es vorbei, nun bin ich endgültig ausgezogen, weg, in einer neuen Welt.


Ich schaue aus dem Fenster der Unibibliothek. Weit hinten kann ich die Weinberge sehen, ein Stück weiter nach Norden hinauf und ich sehe das wunderschöne Schloss. Es ist schön hier, sehr schön, und von Tag zu Tag fühle ich mich wohler. Dennoch bleibt das alte Problem bestehen: ich laufe, laufe und laufe, komme nicht zur Ruhe, möchte nicht zur Ruhe kommen. Wenn ich einen Moment entspanne und mich mit geschlossenen Augen nach hinten lehne, bin ich sofort wieder in diesem dunklen Kellerraum, deutlich schwebt er mir vor dem inneren Auge. Und dann schrecke ich wieder hoch, die Augen aufgerissen, tief atmend. Es ist immer das Gleiche und die Angst vor dem Raum wird nur zaghaft kleiner. Mit der Zeit und ein wenig Übung geht es langsam besser und besser, dennoch wird der Raum immer klarer. Ich weiß ganz genau, wo was ist, wo der Boden uneben ist, wo in der Wand ein wenig Zement rausbröckelt. Ich möchte ihn nicht mehr sehen, möchte mich einfach nur zurücklehnen und mich entspannen - ohne gleich an diesen Albtraumort gerissen zu werden.
8.11.06 12:36


taumelnde Schritte

Eine zitternde Hand
ein wankender Schritt
das Dröhnen im Kopf reißt alles mit.
Ein Loch in der Brust
ein Würgen im Hals
bleiernes Schweigen bestenfalls.
Ein Strom der sich alles einverleibt
taumeln, stürzen, in der Leere schweben...


Wer bist du eigentlich?

Du suchst und suchst und findest doch nichts. Alles verschwommen und verloren. Man schwimmt durch ein Meer von Gefühlen auf der Suche nach dem eigenen Selbst.
Es ist eigenartig hier.
Ein Wind weht draußen, und die Äste der Bäume wiegen sich im Takt seiner Atemzüge. Ich habe mich hier verloren, erlebe eine neue Krise, drehe mich im Kries und weiß selbst nicht warum. Tausend Fragen im Kopf und keine Antworten - wo nach ihnen suchen? In mir - doch ich habe Angst. Und das ist der springende Punkt: nur wenn ich zu mir komme und endlich wieder in mir ruhe, kann ich tief durchatmen und mich neu finden. Doch so lange ich davor zurückschrecke, mich selbst mit allen Gefühlen und Gedanken kennen zu lernen, werde ich weiterlaufen und mehr und mehr ins Taumel geraten.


...Einfach im Park sitzen und den vorbeirauschenden Menschen zusehen..
8.11.06 13:38


Springen, springen, springen - stehen bleiben

Ich zähl' bis 10
und dann will ich euch springen seh'n!
Eins...


Ein gutes, solides Konzert. Besser, als ich es erwartet hätte. Vor allem aber tat es einfach nur gut, endlich mal wieder inmitten einer begeisterten Menge zu stehen und die Musik einfach auf sich wirken zu lassen. Es tat so gut! Ich habe getanzt, habe gepogt, habe mir die Seele aus dem Leib gesungen. Zwar tut mir nun alles weh (besonders meine armen Füßleins), aber gleichzeitig umfängt mich auch eine wohlige Erschöpfung, dank der ich wohl bald in mein Bettchen falle und gleich auf der Stelle einschlafe.

Und immernoch ist ein Teil von mir in der Messehalle B, und springt und singt und spürt die Musik durch den ganzen Körper vibrieren. Ich will nochmal! Jetzt. Sofort. Auf der Stelle!
Ich will mich nochmal so lebendig und wohl fühlen. Denn genau das ist es, was mich so konzertsüchtig macht: ich fühle mich frei und am Leben, wenn ich die Musik durch meinen Körper rauschen fühle, wenn ich merke, dass meine Stimme langsam heißer wird und dass meine Füße sich langsam beschweren, wenn ich mich einfach gehen lassen und alle Emotionen - die ganze Euphorie, die Vorfreude, dieses Freiheitsgefühl - ausleben kann. Ach, es war zu schön, um wahr zu sein. Bald nochmal, nochmal. Aber wohl erst wieder im nächsten Jahr. Und dann müssen es definitiv mehr Konzerte als dieses Jahr werden, zwei sind eben doch zu wenig - viel zu wenig.
11.11.06 01:14


gedankengang

"Ist es möglich, sich ein Trauma auszudenken, vor allem dann, wenn man glaubt, es zu brauchen."
11.11.06 02:18


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung